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Kampagne

Beschreibung, Hintergründe und Ziele der Kampagne

Kurzbeschreibung der Idee

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In vielen Verkehrsverbünden gibt es Regelungen bzgl. der kostenlosen Mitnahme von Menschen auf Semesterticket, Monatskarte, Jobticket oder ähnliche Fahrscheine. Leider wird diese Möglichkeit oft nur auf Familie, FreundInnen und Bekannte angewendet und deshalb viel zu selten genutzt.

Genau das wollen wir mit dieser Kampagne ändern.

Wer ein entsprechendes Ticket hat, kann den Bahntrampen-Button gut sichtbar (z.B. an der Jacke oder am Rucksack) tragen und damit zeigen: "Ich nehm' JedeN mit!"

Gründe und Ziele der Kampagne

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Solidarität
Viele Menschen können auf ihrem Job-, Monats- oder Semesterticket jemanden mitnehmen. Und zwar nicht nur Freunde und Bekannte, sondern auch Menschen, für die der Fahrscheinpreis viel Geld ist. Zum Beispiel sind für Menschen, die von Hartz IV leben, für Mobilität nur 19,20 EUR pro Monat vorgesehen. Bei einem Preis von 2,40 EUR für ein Einzelticket (VRS, Juli 2009) reicht das gerade so für einmal pro Woche in die Stadt und zurück.

Umweltschutz
Eine Fahrt mit der U-Bahn erzeugt nur ca. 10g CO2 pro Person und Kilometer - im Vergleich zu ca. 140g beim Auto. Bus und Bahn zu benutzen ist also aktiver Umweltschutz. Trotzdem benutzten im letzten Jahr weniger Menschen öffentliche Verkehrsmittel als im Vorjahr, auch wegen der gestiegenen Fahrpreise. Konsequenter Klimaschutz und hohe Fahrpreise für den öffentlichen Nahverkehr sind nicht miteinander vereinbar.

Illegalisierte
Beim Schwarzfahren erwischt zu werden, ist immer unangenehm. Bußgeld von 40 Euro, im schlimmsten Fall gibt es eine Anzeige. Für manche von uns sind die Folgen aber viel dramatischer: Illegalisiert hier lebenden Menschen droht bei einer Fahrscheinkontrolle die Abschiebung. Geduldete können durch eine folgende Anzeige ihr Aufenthaltsrecht verlieren. In Köln werden in letzter Zeit Fahrscheinkontrollen immer häufiger direkt mit Polizeibegleitung durchgeführt, was die Risiken für Menschen mit unsicherem Aufenthaltstatus noch vergrößert. Auch hier ist praktische Solidarität gefragt.

Umsonst
Natürlich ist es mit dem geschickten Nutzen der bestehenden Mitfahrmöglichkeiten nicht getan. Wir brauchen endlich den Öffentlichen Nahverkehr zum Nulltarif. So könnten noch mehr AutofahrerInnen von der Straße geholt und noch mehr Menschen ohne Geld die Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht werden. Dann würden auch die schikanösen Kontrollen wegfallen. Umweltschutz heißt nicht "Verzichten".

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